HOLBORN erteilt KT einen EPC-Auftrag im Wert von 400 Millionen US-Dollar für einen HVO-Komplex zur Herstellung von grünem Diesel und nachhaltigen Flugtreibstoffen in Deutschland

Der Komplex auf dem Gelände der HOLBORN Europa Raffinerie in Hamburg soll Anfang 2027 in Betrieb gehen und jährlich 220.000 Tonnen hochwertigen erneuerbaren Diesel sowie nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) aus Rest- und Abfallstoffen produzieren

Hamburg, 18. Juni 2024. KT – Kinetics Technology, eine Tochtergesellschaft der Maire Tecnimont SpA, Mailand, hat von der HOLBORN Europa Raffinerie GmbH einen EPC-Auftrag (Engineering, Procurement and Construction) für die Entwicklung eines HVO-Komplexes innerhalb der HOLBORN-Raffinerie in Hamburg erhalten. Unterstützung erhält KT dabei von seiner italienischen Schwestergesellschaft NEXTCHEM.

Das Projekt umfasst die Entwicklung einer Anlage, die jährlich etwa 220.000 Tonnen grünen Diesel und nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) unter Verwendung von Abfall- und Reststoffen sowie kohlenstoffarmem Wasserstoff hergestellt werden sollen.

Der Auftragswert beträgt rund 400 Millionen US-Dollar. Die Anlage soll Anfang 2027 in Betrieb genommen werden und umfasst eine Vorbehandlungsanlage, die HVO-Anlage sowie die Verbindungsinfrastruktur mit den bestehenden Anlagen.

HVO, auch bekannt als grüner Diesel, ist ein Kraftstoff aus Abfall- und Reststoffen mit den gleichen chemischen Eigenschaften wie fossiler Diesel. Gleichzeitig bietet er den Vorteil, dass die Abhängigkeit von Erdöl verringert und die Umweltbelastung reduziert wird. Er wird weltweit als Drop-in-Biokraftstoff in Dieselfahrzeugen verwendet, ohne dass Änderungen am Motor vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von erneuerbarem Diesel im Vergleich zu fossilem Diesel eine drastische Senkung der Treibhausgasemissionen und erfüllt damit die Nachhaltigkeitskriterien der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED III).

Die Ingenieurteams von KT verfügen über eine herausragende Erfolgsbilanz und nutzen ihr technologisches Know-how, um innovative Entwürfe für einen HVO-Komplex zu erstellen, der der HOLBORN-Raffinerie zahlreiche Vorteile im Hinblick auf die Betriebseffizienz und die Verringerung des CO2-Ausstoßes verschaffen wird.

Lars Bergmann, Geschäftsführer der HOLBORN Europa Raffinerie, erklärte: „Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt auf HOLBORNs langfristigem Transformationsprozess, der darauf abzielt, im Rahmen unserer Wachstumsstrategie Rohöl durch alternative Rohstoffe zu ersetzen. Dabei setzen wir auf erneuerbare und kreislauforientierte Lösungen. Indem wir zu einem Hersteller nachhaltiger Kraftstoffe werden, vergrößern wir unseren Einsatzbereich und implementieren innovative Technologien, die unseren CO2-Fußabdruck verringern.“

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